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ZustandsZone

2018

In der Unterstadt Lauenburg Elbe bezieht die ZustandsZone die ehemalige Krautapotheke von Witwe Behm aus dem Jahr 1739. Wie heute wieder erkannt, lag damals auch schon in manchen  Kräutlein ein Zauber ähnlich der Kunst verbogen. Wohlriechende Pflanzen und edles Räucherwerk sollten die Menschen von der Pest und anderen Krankheiten befreien. Daher verwundert es nicht, dass nun die ZustandsZone ihr neues Domizil am Rande Hamburgs dort gefunden hat. Ein größerer Galerie – Projekt – Zwischenraum auch an einem Fluss gelegen, weist auf Irritierende Ambivalenzen hin, die aus dem andauernden Spannungsverhältnis zwischen elitären kulturkritischen Tendenzen in der Stadt, auf dem Land, den Widersprüchen zwischen Gesellschaftskritik und Kulturpessimismus, die Distanz zur Kunst aufzubrechen vermag und in der Tat mitten durch die Zeit – Person und Werk zu gehen versucht.

2014 bis 2017

Die ZustandsZone war der vielleicht kleinste und zugleich größte Galerie – Projekt – Zwischenraum in Hamburg. An einem Fluss gelegen, weiste die Schwelle zu einer bewegten Straße hin, der Königstraße, der verlängerte Arm der Reeperbahn. Zwischen Drogenhandel, Kindersuchtberatung, dem Weg zu Ikea, dem Weg zur Partymeile, gegenüber von einer Schule. Rechts das arme belebte Hamburg, links, die reichen Villen-Bewohner in Blankenese und an der Elbchaussee. Diese Durchmischung war und ist uns wichtig, davon lebt der öffentliche Raum.

Im März 2014 errichtete Carsten Uhlig mit Freunden durch sein damaliges Atelier – Wohnzimmer eine mobile Wand von 4.50 m länge und 3m höhe. Mit dieser Aktion gründete er den Zwischenraum der ZustandsZone. Seit dem wird das Non-Profit Projekt von Ihm künstlerisch geleitet. 2015 bis 2016 hatte das Projekt kreative und organisatorische Unterstützung durch Angela Masoch, Zofia Heise, Kathleen Göttsche und Anna Wahlen.

Seit ihrer Gründung bis November 2017 fanden in der ZustandsZone 26 Ausstellungen zur Kunst und ihrer Vielfalt, sowie zur ästhetischen Raum-Erfahrung, bzw. Analyse statt. 2016 – 11 Ausstellungen zu unterschiedlichsten Positionen zur Gemeinschaft, 2017 – 4 Ausstellungen zum zeitgenössischen ICH, nach dem Motto: WIR statt ICH, in unserem öffentlichen und privaten Zwischenraum statt.

2018 widmed sich Carsten Uhlig wieder dem Projekt: „Das Hamburger Wohnzimmer – Ein Blick auf Hamburg“, inkl. privaten, öffentlichen und besetzten Räumen zu: nach dem Motto:“Jeder Mensch trägt ein Zimmer in sich“.F.K.

Ausstellungen 2014 bis Ende 2017 mit Jens Rausch, ARA, Uwe Heckmann, Maaike Dirkx, Florian Fritsch, Andrés Lofiego, Thomas Monses, Ulf Pleines live sound building, Aaron Vidal Martinez, DJ. Bertrand Russell, Louis I. Kahn, Thomas Prestin Saxophon, Daniel Beerstecher, Tankred Tabbert, Martin Sigmund, raumlabor berlin, Anja Gerin, zC, Ostkreuzschule für Fotografie mit 4. Positionen von – Kamil SobolewskiIna SchoenenburgStefan HähnelYana Wernicke, Lippe, Anna Lena Stücher

 

ZustandsZone vor 2014

ZustandsZone 2014 mit mobiler Wand und Zwischenraum

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ZustandsZone 2016

© Sankt Pauli, Hamburg, 2017, Florian Fritsch

Öffnungszeiten: 24h von außen, spontan und nach Vereinbarung.

Folgende Erfahrungs-Räume sind wichtige Bestandteile der ZustandsZone!

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© Sankt Pauli, Hamburg, 2016, Florian Fritsch